Escolha o Idioma

Mostrando postagens com marcador Cientistas. Mostrar todas as postagens
Mostrando postagens com marcador Cientistas. Mostrar todas as postagens

6/29/2015

Sergei Sergejewitsch Korsakow

Sergei Sergejewitsch Korsakow  *22. Januarjul./ 3. Februar 1854greg. in Gus-Chrustalny; † 1. Maijul./ 14. Mai 1900greg. in Moskau) war ein russischer Nervenarzt.
Er studierte Medizin an der Moskauer Universität. Nach seinem Examen im Jahre 1875 arbeitete er ab 1876 in einer Nervenklinik und hatte dabei ausgiebig Gelegenheit, die Auswirkungen des Alkoholismus zu beobachten. 1880 veröffentlichte er eine erste detaillierte Beschreibung einer vor allem bei Alkoholikern auftretenden Form der Amnesie. 1887 beschrieb er verschiedene Fälle von alkoholbedingter Polyneuritis mit ausgeprägten psychischen Syndromen. Für seine Arbeit über alkoholische Paralyse erhielt er 1887 den medizinischen Doktorgrad.
1888 wurde er Privatdozent und 1892 Leiter einer neuen psychiatrischen Universitätsklinik und Extraordinarius. Er war zeitweise in Wien zu Besuch und in dieser Zeit Schüler von Theodor Meynert.
Korsakow war einer der größten Psychiater des 19. Jahrhunderts und veröffentlichte zahlreiche Arbeiten auf den Gebieten der Neuropathologie, Psychiatrie und Gerichtsmedizin. Er forschte insbesondere über Alkohol-Psychose, führte den Begriff Paranoia ein und schrieb ein ausgezeichnetes Psychiatriebuch. Er war bestrebt Patienten humaner, ohne Zwangsmaßnahmen, zu behandeln, was beim Klinikpersonal nicht sonderlich beliebt war („Je weniger Zwang für den Patienten, desto mehr Zwang für den Arzt“).
Korsakow bedauerte, dass Studenten ihre Kräfte für einfache Lebensbedürfnisse vergeuden mussten, wenn sie sich eigentlich auf ihre Studien konzentrieren sollten. Als Vorsitzender der „Fördergesellschaft für bedürftige Studenten“ versuchte er, deren finanzielle Situation zu erleichtern. Aber er hatte auch Erwartungen an die Studenten: „Zuallererst möchte ich, dass alle Studenten die Naturnotwendigkeit ihrer Ausbildung erkennen, dass sie Wissen und Wissenschaft lieben und Unwissen verachten… Für das große Privileg studieren zu dürfen, müssen Studenten Opfer bringen…“

Nach Korsakow sind ein amnestisches Syndrom (Wernicke-Korsakow-Syndrom) und eine Psychose (Korsakow-Syndrom) bei Alkoholkranken benannt.

Elvin Morton Jellinek


Elvin Morton Jellinek (* 15. August 1890 in New York, N.Y.; † 22. Oktober 1963 in Stanford) war ein US-amerikanischer Physiologe und Erforscher der Alkoholkrankheit.
Leben und Wirken
Jellinek studierte von 1908 bis 1910 Biostatistik und Physiologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, im Anschluss Philosophie, Philologie, Anthropologie und Theologie an derUniversität Joseph Fourier in Grenoble. Von November 1911 bis Dezember 1914 war er an der Universität Leipzig eingeschrieben.
Nach seinem Europa-Aufenthalt betrieb Jellinek biometrische Forschung in Sierra Leone, in Tela (Honduras) und am Worcester Street Hospital in Boston. Erst danach widmete er sich der Untersuchung des Alkoholismus und forschte von 1941 bis 1952 als Associate Professor an der Yale-Universität. Anschließend wurde er für die Weltgesundheitsorganisation in Genf tätig. Ab 1958 setzte er seine Forschungen erst in Kanada, dann an der Stanford-Universität fort.
Jellinek war einer der ersten Forscher, der den Krankheitscharakter des Alkoholismus erkannte. Auf ihn geht die heute noch bekannte Klassifikation von Personen mit Alkoholproblemen nach fünf Kategorien von Alpha bis Epsilon zurück. Das Trinkverhalten sogenannter Alpha- und Beta-Trinker bezeichnete er als Vorstufe der Alkoholkrankheit, Gamma-, Delta- und Epsilon-Trinker bezeichnete er als alkoholkrank. Außerdem entwickelte Jellinek den nach ihm benannten Fragebogen, bei welchem man durch Selbsteinschätzung beurteilen kann, ob man alkoholkrank ist und wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist.
Zu seinen Ehren wird seit 1968 der Jellinek Memorial Award für herausragende Forschungen zur Alkoholkrankheit verliehen.
Schriften (Auswahl)
Monographien
* Alcohol Explored. Doubleday, Doran & Co., Garden City, N.Y. 1942 (zusammen mit Howard W.Haggard).
* (Hrsg.): Alcohol Addiction and Chronic Alcoholism (Effects of alcohol on the individual; 1). Yale University Press, New Haven, N.Y. 1942.
* The Disease Concept of Alcoholism. 7. Aufl. University Press, New Haven, Conn. 1983, ISBN 0-910724-12-1.
Aufsätze
* Clinical Tests on Comparative Effectiveness of Analgesic Drugs. In: Biometrics Bulletin. Journal of the IBS, Jg. 2 (1946), Heft 5, S. 87-91, ISSN 0099-4987.
* Phases in the Drinking History of Alcoholics. Analysis of a Survey Conducted by the Official Organ of Alcoholics Anonymous. In: Quarterly Journal of Studies on Alcohol, Bd. 7 (1946), S. 1-88, ISSN 0033-5649.

* An outline of basic policies for a research programm on problems of alcohol. In: Quarterly Journal of Studies on Alcohol, Bd. 3 (1942), S. 104–124, ISSN 0033-5649.